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Was bekommt man aktuell für ein Kilo Aluminium?

Aluminiumpreis

Je nach Art und Menge des Aluminiumschrottes liegen die Kilopreise zwischen 50 Cent und 2 Euro.
In unserer Tabelle finden Sie die aktuellen Aluminiumpreise in Euro pro Kilo.

Tabelle tagesaktueller Schrottpreise für Aluminium

ArtDurchschnittlicher Preis pro Kilo in Euro
Aluminium (blank, neu)1,71 Euro/kg*
Aluminium (gemischt)0,90 Euro/kg*
Alufelgen (sauber)1,67 Euro/kg*
Alufelgen (behaftet)1,55 Euro/kg*
Alu-Offsetplatten1,65 Euro/kg*
Aluspäne0,61 Euro/kg*
Alublech (blank, neu)1,71 Euro/kg*
Alublech (alt, färbig)1,20 Euro/kg*
Aluguss (neu)1,20 Euro/kg*
Aluguss (alt)1,03 Euro/kg*
Alukühler (rein)1,03 Euro/kg*
Alukühler (behaftet)0,57 Euro/kg*
Aluprofile (blank, neu)1,68 Euro/kg*
Aluprofile (färbig)1,58 Euro/kg*

* Preise sind abhängig von Menge und Standort. Es besteht die Möglichkeit, dass bei größeren Mengen potenziell höhere Preise erzielt werden können.

Wie viel Geld erhalte ich für Aluminium?

Die Preise für Aluminium hängen von der Art des Aluminiumschrottes und der Situation auf dem Weltmarkt ab.

Die aktuellen Schrottpreise für Aluminium werden hauptsächlich durch die London Metal Exchange bestimmt, der primären Börse, an der Aluminium gehandelt wird.

Da jeder Schrotthändler aber seine eigenen Kosten in den Aluminiumpreis mit einkalkuliert, lohnt es sich verschiedene Abnehmer zu vergleichen, wenn Sie Aluminium zu verkaufen haben.

Weitere Tipps, wie Sie für Ihren Aluschrott den besten Preis erzielen, finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Wie entwickeln sich die Preise für Aluminiumschrott?

Traditionell hängen die Preise für Aluminium stets von Angebot und Nachfrage ab. Aber auch Ereignisse wie die Corona-Krise und Entscheidungen der Politik können sich auf die Aluminiumpreise auswirken.

Preisentwicklung für Aluminium in den letzten Jahren

In den Jahren 2015 und 2016 kam es aufgrund eines Überangebots an Aluminium auf dem Weltmarkt zu Preisrückgängen.

Im Zuge einer Drosselung der Metallproduktion in China erholten sich die Aluminiumpreise im Jahr 2017 aber wieder. Höhere Zölle trieben den Preis für Aluminium dann im Jahr 2018 kurzfristig nach oben, was sich im Folgejahr wieder korrigierte.

Die Corona-Krise ging auch an der Aluminiumbranche nicht spurlos vorbei: Im Jahr 2020 kam es zu einem Einbruch des Aluminiumpreises. Aufgrund der stark reduzierten Produktion in vielen Betrieben sank damit auch die Nachfrage nach Aluminium auf dem Weltmarkt.

Ab dem Jahr 2021 setzte in der Wirtschaft eine Erholung ein, die sich auch positiv auf den Aluminiumpreis auswirkte.
Eine Untersuchung von Statista kommt zu dem Schluss, dass sich die positive Entwicklung der Aluminiumpreise auch im Jahr 2024 fortsetzen wird.

Übersicht der Aluminiumpreise ab 2014

JahrDurchschnittlicher Preis pro Kilo in Euro
20141,87 Euro/kg
20151,67 Euro/kg
20161,60 Euro/kg
20171,97 Euro/kg
20182,11 Euro/kg
20191,63 Euro/kg
20201,55 Euro/kg
20212,25 Euro/kg
20222,47 Euro/kg
20232,19 Euro/kg
2024*2,23 Euro/kg

* Prognose

Preise für Aluminium von 2014 bis 2024

Höhere Energiekosten wirken sich auf den Aluminiumpreis aus

Da für die Gewinnung von Primäraluminium sehr viel Energie nötig ist, sind die Aluminiumpreise in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Etwa 15 Megawatt-Stunden Strom werden für die Herstellung einer Tonne Aluminium benötigt. Das ist so viel Energie, wie eine vierköpfige Familie im Jahr verbraucht.

Das Recycling von Aluminium ist hingegen deutlich weniger energieintensiv. Laut einer Untersuchung des Umweltbundesamtes braucht man für die Wiederaufbereitung von Aluminium nur 5 Prozent der Energie, die für die Gewinnung von Primäraluminium nötig wäre.

Aus diesem Grund wird die Wiederverwertung von Aluminium in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen. Laut einer Branchenanalyse der Hans Böckler Stiftung übersteigt in Deutschland die Nachfrage nach recyceltem Aluminium bereits das Angebot.

Wird der Aluminiumpreis steigen?

Zahlreiche Branchenexperten sind sich einig, dass Aluminium auch in Zukunft ein gefragter Rohstoff sein wird.

Durch den Trend zur Elektromobilität wird die Nachfrage in der Automobilbranche in den nächsten Jahren weiter steigen. Denn Aluminium eignet sich sehr gut für den Bau leichter Karosserien und Batteriekästen.

Zusätzlich wird der geplante Netzausbau im Rahmen der Energiewende zu einer höheren Nachfrage nach Aluminium führen. Um den Bedarf an Aluminium überwiegend aus Recyclingmaterial decken zu können, muss das Ausgangsmaterial allerdings besser sortiert werden.

Darüber hinaus ist es wichtig, neue Verfahren zur Verbesserung der Wiederverwertbarkeit von Aluminiumlegierungen zu entwickeln. Schon bei der Produktentwicklung sollte an eine spätere Recyclebarkeit gedacht werden.

Wenn es der Aluminiumbranche gelingt, diese Herausforderungen zu meistern, kann sich der Aluminiumpreis in den nächsten Jahren positiv entwickeln.

Tipps für den Verkauf von Aluminium

1. Nehmen Sie sich Zeit, Ihr Zuhause nach Aluminiumgegenständen zu durchsuchen, die Sie verkaufen möchten. Dazu könnten beispielsweise Aluminiumgeschirr, Möbel, Dekorationsgegenstände oder Elektronik gehören.

2. Nutzen Sie Online-Recherchen oder besuchen Sie Flohmärkte und Second-Hand-Läden, um den aktuellen Marktwert ähnlicher Aluminiumgegenstände zu ermitteln. Dies wird Ihnen helfen, realistische Preise festzulegen.

2. Achten Sie darauf, dass die zu verkaufenden Gegenstände sauber und in gutem Zustand sind. Investieren Sie Zeit, um sie gründlich zu reinigen, Flecken zu entfernen und sie in einen ansprechenden Zustand zu bringen.

4. Entscheiden Sie, wo Sie die Gegenstände verkaufen möchten. Online-Marktplätze wie eBay, Etsy oder lokale Kleinanzeigen sind gute Optionen. Alternativ können Sie auch einen eigenen Stand auf einem Flohmarkt oder bei einem Garage Sale einrichten.

5. Zeigen Sie sich offen für Verhandlungen, während Sie gleichzeitig an einem Preis festhalten, der für Sie akzeptabel ist.

Wie erkenne ich Aluminium?

Das Leichtmetall hat eine silberne bis weiße Farbe, ist nicht magnetisch und rostfrei.

Wo wird Aluminium verwendet?

Das Leichtmetall ist ein echter Allrounder: Als Legierung mit anderen Metallen kommt es in der Autoindustrie, dem Baugewerbe, bei der Verpackungsherstellung und sogar in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz.

Laut einer Erhebung von Statista wird Aluminium in Deutschland vor allem für die Herstellung von Fahrzeugen verwendet.

Im Jahr 2018 wurden rund 1.483 Tonnen Aluminium von der Automobilbranche verbaut. Kein Wunder, denn für die Karosserie, den Motor, den Kühler und die Felgen ist Aluminium unverzichtbar.

Den zweiten Platz belegt das Bauwesen mit 455 Tonnen. Das Leichtmetall wird in Neubauten oft für Fassadensysteme, Konstruktionsteile und Fenster verwendet.

Von der Verpackungsindustrie wurden 355 Tonnen benötigt, die vor allem der Herstellung von Getränkedosen und Folien dienten. Durch den hohen Bedarf an Aluminium kann man für Aluschrott je nach Reinheitsgrad gute Preise erzielen.

Was bekommt man für alte Alufelgen?

Wenn Sie Ihre alten Alufelgen an einen Schrotthändler verkaufen, erhalten Sie dafür zwischen 1,50 und 2 Euro pro Kilo.

Einige Schrotthändler nehmen sogar Alufelgen mit Bereifung an. So müssen Sie nicht erst zum Reifendienst, um den Reifen von der Felge zu trennen. Allerdings bedeutet dies einen Mehraufwand für den Händler, den er Ihnen vom Kaufpreis abzieht.

Die Höhe der gezahlten Summe hängt auch vom Zustand der Alufelgen ab (sauber oder behaftet). Sauber bedeutet ohne Kunstoff- und Metallanhaftungen wie Ventile oder Wuchtgewichte.

Die Art der Legierung spielt ebenfalls eine Rolle bei der Bestimmung des Aluminiumpreises. Da reines Aluminium zu weich für die tägliche Belastung im Straßenverkehr ist, werden für Alufelgen Legierungen verwendet. Da sich einige Legierungen besser recyceln lassen als andere, wirkt sich auch die Legierung auf den Preis aus.

Welche Aluminiumkabel kann ich verkaufen?

Ihre Aluminiumkabel sollten mindestens einen Aluminiumanteil von 65% Prozent besitzen. Die meisten Schrotthändler nehmen die Kabel nur an, wenn sie vollständig abisoliert sind und der Stecker entfernt wurde.

Für ein Kilo Aluminiumkabel erhalten Sie beim Schrotthändler ungefähr 50 Cent.

Kann man Alu-Kupfer-Kühler verkaufen?

Ja, Sie können ihren alten Autokühler oder CPU-Kühler beim Schrotthändler zu Geld machen. Der Kilopreis für Alu-Kupfer-Kühler liegt zwischen 2 und 3 Euro.

Alu-Kupfer-Kühler werden in Klimaanlagen und Fahrzeugen vom Moped bis zum Tieflader genutzt, finden aber auch in Computern und anderen elektronischen Geräten Verwendung.

Im Recyclingprozess kann das Kupfer relativ leicht vom Aluminium getrennt werden, denn der Schmelzpunkt von Kupfer liegt mehrere hundert Grad über dem von Aluminium.

Bei den derzeit sehr hohen Energiepreisen ist die Trennung der beiden Metalle über die Schmelze günstiger als die Verwendung neuer Rohstoffe.

Deshalb sollten Sie Ihren alten Alu-Kupfer-Kühler an einen Schrotthändler verkaufen, anstatt ihn einfach auf den Müll zu werfen. Zuvor ist es wichtig, möglichst alle Fremdmetalle wie Eisenschrauben und Nieten sowie Kunststoffbauteile zu entfernen. Damit ihr Alu-Kupfer-Kühler wiederverwertet werden kann, sollten die verbliebenen Anhaftungen einen Anteil von 5 % nicht übersteigen.

Wie erhalte ich den besten Preis für Aluminium beim Schrotthändler?

Wenn Sie größere Mengen Aluminium abgeben möchten, ist es ratsam, den Schrott nach Legierungen, Qualität und Reinheit zu sortieren.

Entfernen Sie andere Materialien wie Eisenschrauben oder Kunsstoffbauteile. Die meisten Händler nehmen nur Aluminium an, das höchstens fünf Prozent Anhaftungen aufweist.

Vergleichen Sie die Aluminiumpreise unterschiedlicher Schrotthändler.

Sammeln Sie Aluminiumschrott über einen längeren Zeitraum. Denn größere Mengen werden in der Regel besser entlohnt.

Kann man Aluminium unendlich oft recyceln?

In der Theorie lässt sich reines Aluminium ohne Qualitätsverlust unendlich oft wiederverwerten.

Aber da Aluminium in der Realität für viele unterschiedliche Zwecke eingesetzt wird, kommt es meistens als Legierung mit anderen Metallen vor.

Es gibt über 450 verschiedene Aluminiumlegierungen. Beispielsweise wird Aluminium in der Automobilindustrie oft mit Magnesium oder Zink gehärtet. Getränkedosen werden hingegen mit einem Gemisch aus Mangan und Aluminium gut formbar und hitzebeständig.

Das Problem: Alle diese Metallgemische landen auf demselben Schrotthaufen. Hinzu kommt, dass sich viele Legierungen nicht mehr voneinander trennen lassen oder die Kosten dafür wären viel zu hoch.

Beim Einschmelzen entsteht dann eine Mischung aus unterschiedlichen Metallen. Die zusammengeschmolzene Aluminiummischung muss anschließend mit reinem Primäraluminium gemischt werden, damit die Industrie das recycelte Aluminium wieder für ihre Produkte verwenden kann.

Je mehr unterschiedliche Aluminiumlegierungen zusammengeschmolzen werden, desto minderwertiger ist das recycelte Aluminium.

Daher hängt der Aluminiumpreis, den ein Schrotthändler für Ihr Aluminium bezahlt, immer von der jeweiligen Legierung ab.

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